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Mittwoch
Jan042012

Die Blaue Reise

Bodrum, Marmaris, Kemer – Türkische Riviera, Türkei

Es gibt immer wieder besondere Reiseziele mit besonderen Attraktionen. Ist eine Orlando-Reise ohne einen Disneyland-Besuch denkbar, ein London-Besuch ohne den Piccadilly-Circus oder Rom ohne einen Besuch im Petersdom? Was immer Sie in Ihrem Urlaub vorhaben, bestimmen Pflichtausflüge zumindest an einem Urlaubstag die Agenda. Eine Blaue Reise entlang der Türkischen Südküste hingegen ist die Agenda selbst, eine von A - Z einmalige Traumreise für eine ganze Woche mit unvergesslichen Erlebnissen.

Ein Segeltörn entlang der Türkischen Riviera, der Region, wo die Ägäis das Mittelmeer trifft, enthüllt den Zauber der Antike. Auf einer zweimastigen hölzernen Segelyacht mit Dieselantrieb, Gulet genannt, lässt sich die 370 km lange Lykische Küste, die oft nur vom Meer aus zugänglich ist, in einzigartiger Weise erkunden.

Die schönen Gulets lassen sich entweder für Gruppen oder Familien komplett chartern, aber natürlich auch kabinenweise buchen. Als Highlight fügt sich der Törn üblicherweise reibungslos in eine 2-wöchige Reise in die Türkei ein, egal ob Sie in Bodrum sind, in Fethiye oder an der Türkischen Riviera. Sobald der Anker gelichtet wird, beginnt der Traum.

Während des Törns schimmert das Wasser in Blau- und Türkistönen, die man so strahlend nirgendwo sonst findet, während Sie griechisch-römische Ruinen besichtigen, sich an sonnenüberfluteten Stränden aalen, Fisch in einem netten Café am Pier genießen und möglicherweise sogar die kleine Insel entdecken, die Mark Anton einst seiner Kleopatra zum Geschenk machte. Gebadet wird, wann immer Sie Lust dazu haben, in versteckten Buchten mit kristallklarem Wasser.

Die meisten Boote legen in den alten Hafenstädten Marmaris, Kemer und Bodrum ab. Vor allem Bodrum ist und bleibt das Synonym für die Blaue Reise.

Das ehemalige Fischerdorf, dessen bildhübsche Silhouette vom imposanten St.-Peter-Kastell dominiert wird, einer Festung, die auf drei Seiten von Wasser umgeben ist, wurde 1402 von den Johanniter-Rittern errichtet und ist eines der schönsten Beispiele der Kreuzritter-Architecktur im Osten Europas.

Gebaut wurde sie aus den Überresten eines der Sieben Weltwunder der Antike, denn an dieser Stelle stand zuvor das berühmte Mausoleum von Halikarnassos, ein riesiges Marmorgrab, das Artemisia im 4. Jahrhundert v. Chr. für ihren Bruder und Ehemann Mausolos – daher auch das Wort „Mausoleum" – errichtete, das aber 1.500 Jahre später von einem Erdbeben zerstört wurde.

Bodrum hat sich in den letzten zehn Jahren sehr verändert. Heute ist die Südwestecke Kleinasiens, liebevoll St. Tropez der Ägäis genannt, zum Touristenmagneten geworden,  der tagsüber Gelassenheit ausstrahlt und abends mit besten Gourmet-Restaurants und lebhaften Nachtleben aufwartet.

Bodrum gilt heute als das Yachtzentrum der Ägäis, befinden sich hier doch wunderbare Segelgewässer und 80 Anlegestellen allein auf der Strecke bis Antalya. Die meisten Segeltörns dauern eine ganze Woche, doch selbst ein Tagesausflug in den schönen Gökova Körfezi (Golf von Gökova) lohnt sich, schon wegen der einsamen hübschen Bucht und dem schmackhaften Fischgericht, das Ihnen die Crew zum Mittagessen frisch zubereitet.

Generell kann man sagen, dass das Hauptaugenmerk der Segeltörns in den Osten von Marmaris auf die vielen klassischen Sehenswürdigkeiten gerichtet ist, während der Ägäistörn in Richtung Westen die Zeugnisse der Antike deutlich weniger in den Mittelpunkt stellt.

BESTE REISEZEIT: In der Nebensaison von Mitte Mai-Juni, später August-September.

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